Unser Leipziger Team durfte vor kurzem hinter die Türen des ersten Childhood-Hauses in Deutschland schauen. Maria Rosenblatt, Kinderschutzkoordinatorin und stellvertretende Leiterin des fünfköpfigen Teams, erklärte uns, was hinter diesem wichtigen Konzept steht, zeigte uns die Räumlichkeiten und nahm sich die Zeit, all unsere Fragen zu beantworten.
Das Childhood-Haus in Leipzig wurde 2018 durch die schwedische Königin Silvia eröffnet und hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen einen sicheren und ruhigen Ort zu bieten. Hier werden die Kinder und Jugendlichen aufgefangen, die Opfer von körperlicher Misshandlung, sexuellem Missbrauch oder bedrohlicher Vernachlässigung werden. Wichtig ist hierbei, dass die Kinder und Jugendlichen in diesen Räumlichkeiten all die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. In den Besprechungs-, Untersuchungs- und Vernehmungsräumen finden neben Untersuchungen auch richterliche und polizeiliche Befragungen statt - einmalig, sodass die Kinder und Jugendlichen nicht wiederholten Drucksituationen ausgesetzt werden.
2024 wurden etwa 400 Kinder im Rahmen des Kinderschutzes im Uniklinikum Leipzig erfasst - dabei wurde über die Hälfte durch das Childhood-Haus betreut. Diese Zahlen zeigen einmal mehr, wie wichtig das Childhood-Haus und diese tolle Arbeit sind.
Vielen Dank an jeden einzelnen Mitarbeiter für diese wichtige Arbeit und dass wir einen Eindruck in dieses großartige Konzept erhalten durften.
Unser Leipziger WR-Team arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Childhood-Haus zusammen, weshalb wir nicht nur beraten und unterstützen, sondern auch einen wichtigen Austausch mit einem sehr wichtigen Netzwerkpartner pflegen, um gemeinsam für Kriminalitätsopfer da zu sein.
Wir finden deshalb: Es braucht viel mehr davon, um all den betroffenen Kindern und Jugendlichen einen sicheren und ruhigen Ort sowie die beste Unterstützung und Aufarbeitung zu bieten.
Fotos: WR/Lucht